Wärmeabweisende Rollos, nasse Tücher, Ventilatoren… nichts war so effektiv wie das Sitzen im kalten Wasser. Einmal drin wollten wir nicht gar nicht mehr raus – über anderthalb Stunden blieben wir dort, die beste und effektivste Methode der Hitze zu begegnen.
Nachdem sich Isabella in der Wohnung nicht mehr zum Baden in die Badewanne traut, war ich mir unsicher, ob wir sie ins Planschbecken bekommen. Aber die Erinnerung an die schönen Zeiten ließ Isabella jede Hürde nehmen.
Die Zeit im Swimmingpool – laut Isabella der korrekte Name – nutzte ich physiotherapeutisch: Sie musste über mich drüberkrabbeln, wir sind durchs Becken gerobbt, haben gestrampelt, uns hingekniet und mit geradem Rücken gesessen. Die letzte Übung fällt Isabella besonders schwer.
Am Ende war sie völlig fertig. Beim Vorlesen im Bett bin ich nicht mal über die erste Seite hinausgekommen, da war sie schon eingeschlafen.
Ich habe übrigens deutlich länger gebraucht, um ins Wasser zu kommen: Isabella stieg in das Planschbecken, sagte „Kalt, kalt, kalt“ und setzte sich hin. Respekt!

