Hilfsmittel – ja oder nein?

Ich scheue mich oft und lange Hilfsmittel einzuführen, da ich dann immer den Eindruck habe, den Vorgang des Abbaus zu beschleunigen. Seit wir den Rollator für Wege außerhalb der Wohnung eingeführt haben, ist Isabellas Gleichgewicht immer mehr ins Wanken geraten und sie hat in ihrer Motorik sehr stark abgebaut. Freies Laufen oder Stehen gehen inzwischen gar nicht mehr. Selbst in der Schule wird Isabella eng betreut, um die Gefahr von Unfällen gering zu halten. Trotzdem passieren sie immer wieder.

Besonders getroffen hat mich aber der Moment, als Isabella anfing im Sitzen durch die Wohnung zu rutschen, weil gerade niemand verfügbar war. Problematisch ist, dass sie auch nicht mehr allein aufstehen kann und Stabilisierung braucht, um sich aufrichten zu können. Aber bereits die 3 Schritte über den Flur ohne Sicherheit ängstigen sie so sehr, dass sie sich setzt. Ohne Hilfsmittel wären wir vielleicht schon eher an diesem Punkt gewesen. Den Rollator haben wir besorgt, als Isabella aufgrund ihrer wachsenden Unsicherheit die Wohnung nicht mehr verlassen wollte.

Ich wünsche mir so sehr, die Krankheit aufhalten zu können. Wir machen alle möglichen Therapien, versuchen Isabella zu pushen und zu fördern. Es ist Wahnsinn, wieviel sie erträgt. Gefühlt bringt es nichts. Die Krankheit schreitet in einem Tempo voran, die mich ängstigt. Was kommt als nächstes?

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