Rückkehr der Normalität?

Vor einer Weile habe ich über die anstrengenden Montage geschrieben, wenn Isabella klar wurde, dass eine neue Woche begonnen hatte und sie zu Hause war.

Seit 1,5 Wochen hat Isabella wieder Unterricht. Unterricht ohne Sport, Schwimmen, Therapien, Singen und Backen und damit ohne alle die Dinge, die ihren Alltag ausmachen. Entsprechend schnell ist die Ermüdung eingekehrt und Isabella will nicht mehr zur Schule.

Im Nachhinein habe ich erst erkannt, wie sehr sie in der Corona-Zeit runtergefahren, wieviel Druck von ihr abgefallen ist. Isabella war „ausgeglichen“ wie nie, sie hat meine Förderung angenommen und alles mitgemacht, was ich von ihr wollte.

Jetzt sind wir zurück in der Normalität. Der Schulbus bringt Isabella nach Hause, bereits beim Aussteigen ist ihre Gereiztheit zu spüren. Wenn wir Glück haben, schaffen wir es vorm Wutanfall in die Wohnung, wenn ich Pech habe, entlädt es sich im Treppenhaus. Im Spiel, unterwegs, beim Basteln, im Umgang mit der Einzelfallhilfe, bei Alltagsgeschäften… immer ist ihre Aggression vorhanden, die Ausbrüche untervermeidbar. Förderung, Spiele, Basteln lehnt sie ab. Sie will vieles, hat jedoch keine Ausdauer und Konzentration dafür.

Was macht ihr so zu schaffen? Strengt Isabella der Tag so an? Ist es die Interaktion mit anderen, wenn sie nicht das äußern kann, was sie will? Auch ich komme immer weniger an die eigentlichen Probleme heran. Ich merke zwar, wenn ich mich einem Thema nähere, dass in ihr arbeitet. Aber dann fehlen Isabella die Worte und sie blockt ab, wechselt das Thema. Wehe, ich bohre nach.

Leider reichen Wochenenden nicht aus, um für Entspannung zu sorgen. Dazu ist ein Pubertierender im Haushalt, der sicher nicht ganz unrecht damit hat, immer zu kurz zu kommen. So kreise ich durch unseren Alltag und versuche zusammenzuhalten, was im Moment einfach nicht zusammen will.

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