Nach Hause…

Nach Hause…

Unterwegs
Isabella kann es kaum erwarten, nach Hause zu fahren. Ihre Kuscheltiere sind bereits ver- und ihr Reiserucksack gepackt. Ich konnte sie nur mit viel Zureden davon abhalten, gleich weiterzupacken. Dabei fahren wir doch erst morgen Abend... 🙃
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Zeit verfliegt…

Zeit verfliegt…

Bauchgefühle, Unterwegs
Vor genau 2 Jahren waren wir zum ersten Mal mit Isabella und Sebastian an der Nordsee. Damals waren unsere Wattausflüge eine Befreiung für Isabella: freies Laufen ohne Gefahr von Hindernissen. Das Schlimmste, das ihr passieren konnte, war in den Matsch zu fallen. Trotz ihrer Blindheit lief Isabella frei über das Watt, wir mussten sie nur immer mal rufen, damit sie uns nicht verlor. 2 Jahre später ist alles schon anders: Wir laufen mit dem Rollator zum Meer, freies Laufen auf dem Watt ist nicht mehr möglich, genauso wenig lange Spaziergänge. Den Rest des Tages verbringen wir in und am Haus. Es macht mir Angst. Ich versuche die Traurigkeit und Panik in mir einzuschließen, damit sie mich nicht auffressen. Deshalb kann ich mir keine Fotos von früher anschauen, wo alles noch…
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Geschwisterliebe

Geschwisterliebe

Bauchgefühle, Unterwegs
Glücksmomente wie auf dem Foto muss ich bewusst genießen. Leider können meine Beiden gar nicht miteinander. Oft kippen solche Momente von einer Sekunde auf die nächste. Isabella will immer die Kontrolle über alles behalten: Wer geht an erster Stelle? Wer öffnet die Tür? Wer sagt wann was? Geht jemand von ihr weg, muss er sich abmelden. Diese Liste könnte ich ins Unendliche fortsetzen. Für Isabella ist es vermutlich Sicherheit. Dann weiß sie, wer wo ist, wann was passiert, es gibt keine unvorhersehbaren Dinge. Machen andere nicht mit, schnellt Isabellas Aggressionslevel in die Höhe. Dann versucht sie sich mit Nachdruck durchzusetzen, was den Widerstand der anderen eher steigert, bis die Situation im Handumdrehen in einem ihrer Wutanfall gipfelt. Für Sebastian ist die Situation sehr schwer: Wieso lässt Mama bei Isabella soviel…
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Erster Nordseekontakt

Erster Nordseekontakt

Unterwegs
Wir sind im Urlaub und der Sommer kehrt zurück... 😄... Na, ich will unser Glück mal nicht herausfordern. Wir wollten auf jeden Fall zum Meer und da gerade Flut war eben ins Meer. Beide Kinder sind ohne zu zögern ins Wasser, obwohl es kalt, kalt, kalt - sagte ich schon kalt? - war. Dank dem neuen "Badestrand" in Dagebüll hatte Isabella die volle Kontrolle. Sie hat sich an den Rand gesetzt und das Spiel der Wellen genossen. 😍
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Spontan vs. feste Strukturen

Spontan vs. feste Strukturen

Alltag, Unterwegs
Kurzerhand haben wir unseren Ablaufplan gestern Abend doch umgestellt, noch nach dem Meer gesehen und dabei einen wunderbaren Spielplatz entdeckt. Entsprechend spät war Isabella im Bett... keine gute Idee. Veränderungen steckt Isabella nie gut weg. Für ihre Stabilität sollte so viel wie möglich beibehalten werden. Das heißt, immer gleiche Abläufe zur möglichst immer gleichen Zeit an immer gleichen Orten. Alles andere bedeutet für Isabella Stress, was sich in Wutanfällen und letztendlich Erbrechen äußert. Je nervöser das Umfeld wird, umso mehr steigert sich Isabella in die Situation. Früher ging es bis zum Erbrechen von Blut, wir waren regelmäßige Gäste der Notaufnahme. Heute gehen wir es einfach langsamer an: Wir haben den Strandkorb auf unserer Terasse eingeweiht und besonders viel gekuschelt. Jetzt lacht sie wieder. 🥰
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Auf zur Nordsee…

Auf zur Nordsee…

Unterwegs
Wir sind später losgekommen als geplant, aber an Isabella lag es nicht. Sie wäre am liebsten bereits um 5 Uhr losgefahren. Da lag sie schon wach im Bett, zappelte und kicherte erwartungsvoll vor sich, weil wir heute in den Urlaub fahren. Um mit Isabella gut durch den Tag zu kommen, braucht sie einen festen Ablaufplan, an dem sie sich entlanghangeln kann. Der sollte möglichst detailliert sein, gebetsmühlenartig wiederholt werden und vor allem sollte man sich daran halten, um unnötigen Stress zu vermeiden. Erst war es die Frage, wann wir losfahren: "Wir frühstücken, dann packen wir den Rest zusammen, bringen alles zum Auto, machen etwas Ordnung, gehen kurz mit Miro und geben den Schlüssel an Stephie." Endlich auf dem Weg kommen alle paar Minuten die Fragen "Wo sind wir?" und "Wann…
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Smalltalk

Smalltalk

Unterwegs
Wenn wir gemeinsam unterwegs sind, nimmt Isabella immer wieder Kontakt zu fremden Menschen auf. Das können Menschen an der U-Bahn-Haltestelle, Sitznachbarn in der U-Bahn, Menschen auf der Straße oder in Läden sein. Meistens beginnt sie die Unterhaltung mit der Frage „Wer bist du?“ gefolgt von „Wie alt bist du?“, „Hast du Kinder?“, „Wo gehst du hin?“. Neuerdings beschäftigt Isabella auch das Thema des Alleinwohnens, was für sie unvorstellbar ist, so dass die Frage folgt „Mit wem wohnst du?“. Bei diesen Gesprächen strahlt sie und freut sich so offensichtlich über das Gespräch, dass die anderen sich von Isabellas Frohsinn anstecken lassen und oft erstaunlich viel von sich preisgeben. Andererseits spüre ich die Neugier der Menschen, was mit Isabella ist. Fragen zu sich ignoriert Isabella. Sie redet nie über sich selbst. Auch…
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